Eine Reise in eine schrecklich schöne Stadt

Auschwitz-/Krakaureise der 7a/7b

Auschwitz - Ein Begriff, der wie bleierner Nebel über allem liegt, was damit in Berührung kommt. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die 35 Schülerinnen und Schüler der 7a und 7b anfangs nicht dachten, mit Krakau einer kulturellen Hochstadt zu begegnen.

Die ersten beiden Tage standen ganz im Zeichen des wohl schrecklichsten Ereignisses, mit dem sich Europa im letzten Jahrhundert konfrontiert sah. Wir besichtigten das Oscar-Schindler-Museum, das ehemalige jüdische Viertel Krakaus Kazimierz und die Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, die rund eine Autostunde von Krakau entfernt liegen. Viel war geredet worden, viel hatte man gehört über diesen traurigen Ort, an dem so viele Unschuldige einen grausamen Tod durch die Nationalsozialisten fanden. Bereits am Eingang, als wir das Schild mit der gleichsam berüchtigten wie zynischen Aufschrift "Arbeit macht frei" passierten, war eine bedrückende, um nicht zu sagen grausam düstere Atmosphäre spürbar. Geradezu seelenruhig lag das Vernichtungslager vor uns. Zwei Stunden später konnten wir ebenso wenig wie der restliche Verstand der zivilisierten Gesellschaft fassen, was sich zwischen 1939 und 1945 hier ereignete und warum - was vermutlich für immer unverständlich bleiben wird. Doch die Botschaft wurde unmissverständlich klar: Auschwitz soll, nein, muss als Mahnmal verstanden werden.

Am Abend wurde dann "koscher" gegessen, umgeben von Klängen melancholischer, typisch jüdischer Klezmermusik.

Am Tag der Abreise wurden die Schülerinnen und Schüler einmal noch einer schweren Geduldsprobe in Form einer 4-stündigen Besichtigungstour der Stadt (Wawel, Tuchhallen, Marienkirche) unterzogen. Die letzten Stunden standen dann zur freien Verfügung, und diese wurde ausgiebig genutzt um Krakau auf eigene Faust zu erkunden.

Auf die Rückreise nahmen wir nicht nur wunderbare Impressionen und eine entspannende Auszeit vom stressigen Schulalltag mit - sondern auch eine wichtige Botschaft humanistischer Natur. Und seinen Reisepass hat auch niemand vergessen.

Maximilian Hauptmann 7A

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